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Veröffentlicht am May 16, 2019

Deine Komfortzone – und warum Du diese verlassen solltest!

Das Leben geschieht am Rande der Komfortzone!

Von Hollie Padfield

Als Au Pair in die USA zu gehen bedeutet, seinen Koffer zu packen, in ein neues Land zu reisen und mit Leuten zu leben, die Du zuvor noch nie persönlich getroffen hast. Für ein Jahr oder länger verlässt Du all das, was Du kennst – und wirst somit auch dazu gezwungen, Deine Komfortzone zu verlassen. Und das ist völlig okay – denn es ist manchmal gut, die Dinge und Orte, in denen man sich wohl fühlt zu verlassen.

 

Was ist Deine Komfortzone?

 

Als Komfortzone bezeichnet man ein „psychologisches Empfinden, in welchem Dinge familiär wirken“. Es sind die Orte, die Du am besten kennst, Situationen in denen Du die meiste Kontrolle hast und die Leute, mit denen Du Dich am wohlsten fühlst.

 

Für mich persönlich bedeutet Komfortzone mein eigenes zu Hause, aber auch, dass ich mich mit den selben 5 Menschen täglich unterhalte und meine üblichen Stores und Restaurants besuche – denn all das sind Dinge, die ich gerne mag und bei denen ich mich wohl fühle.

 

Deine persönliche Komfortzone könnte aber auch komplett anders aussehen als meine – es kann sein, dass Du Dich in großen Gruppen wohlfühst, oder dass Du z.B. 3 verschienede Restaurants in einer Woche besuchen möchtest. Jeder hat eine andere Wahrnehmung und ein anderes Empfinden dafür.

 

 

Warum ist es wichtig, dass man seine Komfortzone manchmal verlässt?

 

Meine Komfortzone zu verlassen hat mir die Möglichkeit gegeben, mehr über mich selbst zu lernen und herauszufinden, wer ich eigentlich sein möchte. Im letzten Jahr habe ich so viel erlebt – Dinge, die ich nie machen hätte können, wenn ich in meiner kleinen Welt in Wales geblieben wäre.

 

Wenn Du Dich dazu entschließt, etwas Neues auszuprobieren, wirst Du aber nicht nur um eine Erfahrung reicher und kannst diese von Deiner Bucket List streichen – sondern es bringt Dir noch viel mehr. Jedes Mal, wenn Du Deine Komfortzone verlässt, wächst Du als Person; Du lernst, dass Du alles schaffen kannst und gibst nicht auf.

 

Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich wahnsinnige Angst davor, in die USA zu ziehen. Für mich war das ein großer Schritt und ich dachte mir: „Was, wenn ich scheitere?“, „Was, wenn ich kein Jahr durchhalte?“, Was, wenn meine Gastfamilie mich nicht mag?“, „Wird alles klappen?“ All diese Fragen sind mir durch den Kopf gegangen. Aber ich wollte es unbedingt und irgendwann habe ich mich gefragt: “Why not?!”

 

Es ist super wichtig, an sich selbst zu glauben und sich zu trauen – völlig egal, wie unsicher das Resulat sein mag. Ich verspreche Dir, es wird sich lohnen und Du wirst Dinge erleben, von denen Du zuvor nur geträumt hast.

 

Wie kann man seine Komfortzone verlassen?

 

Mittlerweile könntest Du Dich fragen „wie verlasse ich denn nun meine Komfortzone“? Gerne gebe ich Dir Tipps und erzähle Dir, wie ich es geschafft habe.

Zu allererst: es ist nicht einfach. Gerade die ersten Wochen waren sehr schwer für mich, und ich hatte Probleme damit, Freundschaften zu schließen, da ich kein extrovertierte Mensch bin der einfach mit jedem spricht. Doch ich habe schlussendlich für mich selbst beschlossen: „Ich schaffe das“ und habe mich an einen der Gründe erinnert, warum ich eigentlich Au Pair werden wollte: um neue Menschen und Freunde aus aller Welt kennenzulernen.

 

Ich habe hier 5 Tipps, die auch Dir helfen können:

 

1. Setze Dir kleine Ziele – Step by Step

Es ist völlig okay, wenn Du Dir schwer tust, in einer großen Gruppe Freundschaften zu schließen. Beginne damit, ein Au Pair aus Deiner Region zu kontaktieren und ihn/sie auf einen Kaffee zu treffen. Dein Local Childcare Consultant (LCC) hilft Dir gerne dabei: frag einfach nach den Kontaktdaten der Au Pairs in Deiner Nachbarschaft!

 

2. Erwarte Überraschungen

Das ist mein Lieblingstipp. Ich bin ein Mensch, der gerne plant und seinen Tag strukturiert. Spontane Veränderungen waren sehr schwierig und unangenehm für mich. Doch gerade, wenn man mit Kindern arbeitet, kann es immer wieder zu kurzfristigen Planänderungen kommen. Wenn man lernt, sich auf diese Veränderungen einzulassen, hilft es einem auch dabei, seine Komfortzone zu verlassen. Also mach Dir keine Sorgen darüber was passieren könnte, wenn etwas Unerwartetes passiert!

 

3. Denke daran: Du kannst es schaffen!

Schon von klein an wurde mir immer gesagt, dass ich alles schaffen kann, wenn ich nur stark genug daran glaube. Ich dachte mir aber immer, dass das Blödsinn sei – und habe mir einfach gesagt, dass ich es sowieso nicht schaffe und selbst wenn ich es probieren würde, ich scheitern würde. Mittlerweile kann ich aber so viel mehr – Dinge, die ich mir vor einem Jahr nicht einmal vorgestellt hatte. Ich habe verstanden, dass es verschiedenste Möglichkeiten gibt, wie eine Situationen sich entwickeln kann – und wie man mit dieser umgehen kann. Man kann sich zum Beispiel Sorgen darüber machen, dass man es nicht schaffen wird, einen Marathon zu laufen, weil man nicht die schnellste im 100m Sprint ist – doch in Wahrheit kann man alles schaffen – wenn man dafür trainiert und daran arbeitet. Und schlussendlich wirst Du es nie herausfinden, wenn Du es nicht einmal versucht hast!

 

4. Glaube an Dich selbst und bleib motiviert 

Wahrscheinlich eines der wichtigsten Dinge im Leben ist daran zu glauben, dass man der Mensch sein kann, der man sein möchte. Du liest diese Zeilen, weil Du wahrscheinlich bereits ein Au Pair bist, oder Interesse daran hast, Au Pair zu werden. Du weißt – oder kannst Dir gut vorstellen – dass Du gegebenfalls für ein Jahr in den USA leben möchtest. Erinnere Dich daran, was der Grund ist, warum Du Deine Komfortzone verlassen möchtest: um als Person zu wachsen, neue Erfahrungen zu sammeln, Dinge von Deiner Bucket List zu streichen und einfach das meiste aus Deinem Au Pair Aufenthalt zu machen.

 

5. Hab Spaß

Trau Dich, jede Möglichkeit, die sich Dir bietet zu greifen während Du als Au Pair in den USA bist. Ich war noch nie zuvor Kajak fahren, und war super nervös davor – und habe mich trotzdem dazu entschlossen, die Möglichkeit zu ergreifen und hatte jede Menge Spaß. Jetzt kann ich es kaum erwarten, es noch einmal zu tun!

 

Warum konnte ich davon profieren, meine Wohlfühlzone zu verlassen?

 

Ich bin mittlerweile seit fast einem Jahr in den USA und habe mich einige Male dazu gezwungen, meine Komfortzone zu verlassen. Ich bin super dankbar dafür, da es mir die Möglichkeit gab, 5 amerikanische Feiertage kennenzulernen, 10 verschiedene Staaten zu bereisen, den Grand Canyon zu wandern, am Colorado River in Arizona Kajak zu fahren, Paddle Boarding in San Diego auszuprobieren, weiße Weihnachten im Staat New York zu feiern, tolle Menschen aus aller Welt kennenzulernen und eine zweite Familie zu bekommen.

 

Meine Komfortzone zu verlassen hat mir dabei geholfen, ein besserer, glücklicherer und ausgeglichener Mensch zu werden, der kurz davor steht, sein zweites Jahr in den USA zu starten – welches noch viele weitere unzähliche Möglichkeiten bieten wird, in denen ich aus meiner Komfortzone ausbrechen muss. Doch anstatt davor wegzulaufen, werde ich diese Möglichkeiten mit offenen Armen willkommen heißen – denn ich weiß nun, wie wichtig genau diese für mich sind.


Hi, mein Name ist Hollie, ich bin 18 Jahre alt, komme aus Wales und lebe als Au Pair in Maryland. Zwei Fun Facts über mich: Krabbenfleisch mag ich überhaupt nicht und ich verbringe mehr Zeit und Geld in Target als sonst wo.

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